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Faerben

Das Färben mit Pflanzenfarben

Als wir angefangen haben, uns für das Färben mit Pflanzenfarben zu interessieren, sind wir auch sehr schnell der Faszination der Natur verfallen und seitdem nicht mehr davon los gekommen. Wir haben immer mehr Experimentierfreude entwickelt, für uns und Freunde gefärbt und natürlich immer mehr Antrieb durch die Feedbacks bekommen. Dadurch haben wir uns schließlich entschlossen, Stoffe auch für andere Interessierten und Hobbyisten zu färben. Ein großer Färbetopf war der Anfang, danach folgte recht schnell ein Umbau von Holzbetrieb auf Gas, was uns das Arbeiten erleichterte. Ein kleines Gewerbe haben wir dazu gegründet um die ganze Sache abzurunden.

Auf dieser Seite wollen wir Euch ein paar unserer Ergebnisse vorstellen, natürlich auch den Weg dorthin nicht vorenthalten und auch den Stoff, welchen wir Überhaben, für Euch anbieten.

Der erste Schritt ist natürlich erstmal der Färbekessel für den Garten. Daher nicht 'A' sondern 'P'. Momentan geht unsere Entwicklung aber auf jedenfall dazu über, nach Möglichkeiten zu suchen, auch auf Lagern eine Färbevorführung geben zu können, welche unter annähernden Bedingungen wie vor 1000 Jahren stattfinden sollten. Aber das ist leider noch ein wenig Zukunftsmusik und somit will ich Euch hier unseren momentanen Kessel vorstellen. Durch einen Klick auf das Bild gelangt Ihr zu einer neuen Seite, welche weiter auf den Kessel und das moderne Zubehör eingeht.

  Färbekessel

Nun aber zum eigentlichen Färben, an welchem wir einen Narren gefunden haben. Ich möchte den Vorgang hier auf der Homepage sowie auch in unserer Praxis zweigeteilt vorstellen.

1: Die Vorbehandlung des Stoffes
Der Stoff muss vor dem eigentlichen Färbevorgang erstmal entwickelt werden. Diesen Vorgang nennt man im allgemeinen Beizen. Wir Beizen, egal bei welcher Färbung eine Woche also 7 Tage vor dem eigentlichem Färbevorgang. Dabei Kochen wir den Stoff zum Beispiel für eine Alaun Beize, in unserem Topf mit Zugabe 2er Esslöffel Alaun + 1 Esslöffel Weinstein. Gekocht wird der Stoff etwa 1-2 Stunden ehe wir den Stoff über Nacht in dem Färbekessel auskühlen lassen.
Am nächsten Tag, lassen wir den Stoff etwas trocknen, bis er nurnoch leicht feucht beziehungsweise klamm ist und legen ihn in dunklen Plastiksäcken in den Keller. Dort lagern wir ihn eine Woche, wobei er allerdings, einmal pro Tag gewendet wird.

2: Der Färbeprozess
Dies ist der für uns der spannenste und interessanteste Arbeitsschritt. Hier kommt es natürlich hauptsächlich darauf an welche Farben man in etwa als Ergebnis erwartet. Unsere persöhnlichen Lieblingsdrogen sind Krapp, Rainfarn und Faulbaumrinde. Die Färbedrogen, weichen wir meistens 24h vor dem eigentlichen Färbevorgang in dem Färbetopf mit etwas Wasser ein. Und lassen sie erst einmal ziehen. Mit den meisten Färbedrogen, färben wir eine direkt Färbung. Das heißt das wir den Stoff direckt in das Wasser mit den Färbedrogen dazu geben und aufkochen.
Allerdings gibt es auch Färbungen, bei welchen wir dies einmal gemacht haben und nie wieder machen werden. Rotholz zum Beispiel setzt sich mit den kleinen Splittern bei einer Direkt Färbung in den Wollstoff, was man nur noch durch mühsame Puddelarbeit wieder heraus bekommt. Daher weichen wir diese Färbedrogen, in einem kleinen engmachigen Netz ein. Welches wir zum Teil vor dem Einlassen des Stoffes, oder nach dem Aufkochen, aus dem Färbetopf samt Färbedroge entfernen und nur den Stoff in dem Färbesud lassen.

Wir beim Färben, durch klick auf das Bild gelangen sie zu einer kleinen Galerie

Impressionen und schöne Farben